Eltern, Peers, Geschlechterklischees und Algorithmen: Wer beeinflusst meine Berufswahl?
Kurzbeschreibung
Dieses Arbeitsmaterial richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 – 11 und behandelt zentrale Einflussfaktoren bei der Berufswahl. Es verbindet Reflexion über Geschlechterklischees, Peer-Pressure und die Wirkung von Algorithmen mit praktischen Übungen zur selbstbestimmten Berufsorientierung. Die Materialien fördern Genderkompetenz und klischeefreie Erziehung.
Pädagogische Zielsetzung
Die Schülerinnen und Schüler …
… identifizieren reflektiert und selbstbestimmt die verschiedenen Einflussfaktoren bei der Berufswahl,
bewerten diese und nutzen sie konstruktiv für ihre eigene Entscheidungsfindung.
… kennen und analysieren den Einfluss von Geschlechterklischees und den der verschiedenen Akteurinnen
und Akteure auf die Berufswahl.
… hinterfragen eigene Werte, Geschlechterstereotype und externe Einflüsse.
… entwickeln Strategien für eine klischeefreie, selbstbestimmte Berufswahl.
… verstehen die Wirkungsweise von Algorithmen sowie deren Risiken und nutzen diese reflektiert.
Was muss vorbereitet werden?
30 MinutenDer Unterrichtseinheit liegt ein Unterrichtsverlaufsplan bei. Dieser kann im Vorfeld von der Lehrkraft studiert werden. Je nach Unterrichtsart muss die Unterrichtseinheit für die Klasse ausgedruckt werden.
Was muss durchgeführt werden?
1,5 StundenDie Unterrichtseinheit wird im Klassenverband durchgeführt, siehe "Unterrichtsvorschlag".
Kontakt
Wie werden Eltern in Ihr Angebot eingebunden?
Wie wird in dem Angebot klischeefreie Berufliche Orientierung unterstützt?
Geschlechterklischees sind tief in unserer Gesellschaft verankert und beeinflussen bereits früh, welche Berufe als »typisch männlich« oder »typisch weiblich« wahrgenommen werden. So gelten technische, handwerkliche und naturwissenschaftliche Berufe oft als Männerdomäne, während soziale, pflegerische und erzieherische Berufe häufig mit Frauen assoziiert werden. Diese Stereotype entstehen durch Erziehung, Medien, Werbung und gesellschaftliche Erwartungen. Sie führen dazu, dass viele Jugendliche bestimmte Berufe gar nicht erst in Betracht ziehen, weil sie glauben, diese seien »nicht für sie gemacht«. Rund 70 Prozent der jungen Frauen konzentrieren sich bei der Berufswahl auf nur 20 Ausbildungsberufe – viele davon im sozialen oder kaufmännischen Bereich. Klischeefreie Berufsorientierung bedeutet, diese Barrieren zu erkennen und Jugendlichen zu ermöglichen, ihre Berufswahl frei von Geschlechterstereotypen zu treffen.
Weiterführende Informationen finden Sie unter:
https://www.zeitfuerdieschule.de/materialien/unterrichtseinheit/eltern-peers-geschlechterklischees-und-algorithmen-wer-beeinflusst-meine-berufswahl/