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Engagement für das, was dich interessiert – mit einem freiwilligen Jahr

Ob international, regional, im Handwerk, Sport oder Pflege – bring dich ein und finde heraus, was dich wirklich bewegt.


Ein Freiwilligendienst ist eine besondere Form des gemeinnützigen Engagements und bietet dir die Chance, über mehrere Monate ein Berufsfeld kennenzulernen, praktische Erfahrungen zu sammeln und herauszufinden, was dir wirklich liegt. In der Regel dauert ein Freiwilligendienst zwölf Monate und beginnt meist im August oder September.  Aus wichtigen Gründen (z.B. die Annahme eines Ausbildungs- oder Studienplatzes) kann er nach Absprache mit der Einsatzstelle und dem Träger verkürzt werden.
Teilnehmen können alle, die ihre Vollzeitschulpflicht erfüllt haben.
Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht erforderlich.


Es gibt verschiedene Formen des Freiwilligendienstes, die sich vor allem in den Einsatzbereichen unterscheiden. Grundsätzlich ähneln sich das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und der Bundesfreiwilligendienst (BFD) stark. Im FSJ können sich junge Menschen unter 27 Jahren engagieren. Im BFD gibt es keine Altersbeschränkung.

Welche Bereiche gibt es?

Je nach Interesse kannst du deinen Freiwilligendienst in ganz unterschiedlichen Bereichen absolvieren.
Typische Formate und Einsatzstellen sind:

  • FSJ (Soziales): Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Kindertagesstätten, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Jugendzentren, Wohngruppen
  • FSJ Kultur: Theater, Museen, Musik- und Kulturvereine, Medienwerkstätten
  • BFD Kultur und Bildung: Schulen, Kultureinrichtungen, Bildungsstätten, Bibliotheken
  • FSJ Sport: Sportvereine, Sportverbände, Jugend- und Trainingsgruppen, Sportschulen
  • FSJ Politik: Landes- oder Kommunalverwaltungen, Büros von Abgeordneten, politische Stiftungen
  • FSJ Denkmalpflege: Denkmalpflegeämter, Museen, Restaurierungswerkstätten, historische Anlagen
  • FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr): Natur- und Umweltschutzverbände, Nationalparks, ökologische Bauernhöfe, Umweltstiftungen, Forstbetriebe
  • Weitere Einsatzmöglichkeiten im BFD: Rettungsdienste, Katastrophenschutz, Stadtteilzentren, Tierheime, Integrationsprojekte

Wie läuft ein Freiwilligendienst ab?

  • Das Anmeldeverfahren startet meistens im Februar
  • In der Regel dauert ein Freiwilligendienst 12 Monate und beginnt im August oder September
  • Hier findest Du das Anmeldeportal für alle Freiwilligendienste in Deutschland
Freiwillig Ja - Das beste Ja Deines Lebens

Nachdem du dich für eine oder mehrere Einsatzstellen angemeldet hast, übermitteln die Träger deine Anmeldung an die Einsatzstellen weiter. Die Einsatzstellen laden dich dann zu einem Gespräch ein. In einem Gespräch könnt ihr gemeinsam prüfen, ob ihr zueinander passt. Wenn du eine Zusage erhältst, werden zwischen dir, dem Träger, der Einsatzstelle und ggf. dem BAFzA (im BFD) eine Vereinbarung geschlossen. In der Vereinbarung sind deine Rechte und Pflichten festgehalten und schützen dich im Freiwilligendienst.

Freiwillige

Freiwillige engagieren sich meist für zwölf
Monate in einer Einsatzstelle. Welche Aufgaben
du übernimmst, hängt vom jeweiligen Arbeitsfeld ab. Die Aufgaben reichen von der Betreuung von
Kindern bis zur Mitarbeit bei Veranstaltungen,
von praktischen Aufgaben im Umweltbereich
bis zur Unterstützung im Büro. Neben der Tätigkeit an der der Einsatzstelle nehmen Freiwillige an Bildungstagen teil, die zum pädagogischen Begleitprogramm der Träger gehören.

Einsatzstellen

Einsatzstellen sind gemeinwohlorientierte Einrichtungen, die für den Freiwilligendienst anerkannt sind. Sie sorgen für eine fachkundige Anleitung, begleiten dich in deinem Arbeitsalltag und geben dir die Möglichkeit, eigene Ideen oder kleine Projekte einzubringen.

Träger

Träger organisieren den Freiwilligendienst.
Sie vermitteln zwischen Freiwilligen und Einsatzstellen, achten auf Qualitätsstandards und kümmern sich um das pädagogische Bildungsprogramm. Dazu gehören mindestens
25 Bildungstage pro Jahr, oft mit mehrtägigen Seminarfahrten, freien Bildungstagen und Austausch mit anderen Freiwilligen
sowie individuellen Beratungsmöglichkeiten.

Was bekommst du im Freiwilligendienst?

Während deines Dienstes bist du rechtlich ähnlich abgesichert wie Auszubildende

  • Engagement im gemeinnützigen Bereich
  • Wöchentliche Arbeitszeit zwischen mindestens 20 Stunden (Teilzeit) und 40 Stunden (Vollzeit)
  • Ein monatliches Taschengeld und Förderungen, je nach Träger und individueller Lebenssituation.
    In der Regel bleibt der Anspruch auf Kindergeld erhalten. 
  • Ein Freiwilligenausweis mit Vergünstigungen (z. B. günstigeres Deutschlandticket)
  • Bis zu 30 Urlaubstage im Jahr
  • Versicherungsschutz in der gesetzlichen Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung
  • Teilnahme an Bildungsveranstaltungen und Seminaren
  • Fachliche Anleitung und pädagogische Begleitung

Unter bestimmten Bedingungen kann ein Freiwilligendienst außerdem
als praktischer Teil der Fachhochschulreife anerkannt werden.

Warum ein Freiwilligendienst?

Ein Freiwilligendienst unterstützt dich dabei, dich persönlich weiterzuentwickeln, neue Perspektiven kennenzulernen und Verantwortung zu übernehmen. Du erhältst Einblicke in soziale, kulturelle, ökologische oder sportliche Zusammenhänge und bekommst die Möglichkeit, deine eigenen Werte und Stärken besser zu verstehen.

Viele junge Menschen berichten, dass das Jahr sie in ihrer Berufsentscheidung vorangebracht hat. Wertvoll wird das Jahr durch die praktischen Erfahrungen, den Austausch mit anderen Freiwilligen und das Entdecken neuer Interessen.

Ein Freiwilligendienst ist ein Jahr für dich: ein Jahr zum Ausprobieren, Mitgestalten und Neues lernen – und gleichzeitig ein Jahr, in dem du etwas für andere Menschen und die Gesellschaft tun kannst.